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Smart-Home ist mehr als Marketing

Referenten Lars Freitag, Christian Scherrer, Ann-Kathrin Lumpe, Jürgen Langenhorst, Jörg Gerdes (v.l.) Rund 50 Teilnehmer informierten sich am 22.07.2013 im Castanea Resort in Adendorf/Lüneburg über Möglichkeiten der intelligenten Wohnumgebung (Smart-Home). Der Begriff Smart-Home steht für Techniken der vernetzten Hausautomation, fernsteuerbare Geräte und automatisierbarerer Abläufe. Diese bieten in Verbindung mit Assistenzsystemen Sicherheit und Komfort. Zudem kann mittels intelligenter Haustechnik Energie eingespart werden. Die Wirtschaftsförderungs-GmbH Lüneburg hatte im Rahmen des Projektes eHealth.Lüneburg interessierte Unternehmen aus den Bereichen Gesundheits-, Pflege-, Immobilien- und Wohnungswirtschaft sowie Elektro-Handwerksbetriebe zu einer Vortragsveranstaltung mit Produktpräsentation eingeladen.

Zu Beginn  stellte Frau Ann-Kathrin Lumpe (Netzwerk GeniAAL Leben) das Themenspektrum des Ambient Assisted Living (AAL) vor. Eine barrierefreie Modellwohnung in Braunschweig, ausgerüstet mit Systemen wie automatischer Herdabschaltung, fernbedienbarer Türschließsysteme, Sturzsensoren und Hausnotruf wird für die Wohnberatung genutzt. Frau Lumpe berichtet zudem vom AAL-Basisseminar für die mit der Installation und Wartung befassten Personen, das am 26./27. September 2014 von der Handwerkskammer in Lüneburg angeboten wird.

Einen interessanten neuen Ansatz für die Hausautomation im Sinne des Smart-Home stellte Lars Freitag (Provedo Automation GmbH) vor. Das Unternehmen aus Leipzig zeigte einen Weg auf wie selbstbestimmtes Wohnen in Mehrfamilienhäusern realisiert werden kann. Dabei kommt Technik aus dem Automobilbau zum Einsatz. Dieser Ansatz verspricht eine lange Verfügbarkeit standardisierter Komponenten. Gleichzeitig sei eine Installation relativ kostengünstig. Die verwendeten Flachleitungen seien einfach unter der Tapete zu verlegen und dabei stabil und reißfest. 

Jürgen Langenhorst (Gira Giersiepen GmbH & Co. KG) legte in seinem Vortrag Wert auf die intelligente Verbindung von Design, Funktion und Technologie. Das in Radevormwald ansässige Unternehmen entwickelt und produziert seit 108 Jahren, Lösungen für die Gebäudetechnik. Dabei werden z.B. bidirektionale Funkbus-Systeme eingesetzt die eine sichere Steuerung unterschiedlicher Geräte z.B. für Beleuchtung, Jalousien, Heizung sowie von Multimedia- und Türsprechanlagen in einem Gesamtkonzept ermöglichen.  

Jörg Gerdes (Clage GmbH) zeigte auf, wie die Konzepte des Ambient Assisted Living in den Produkten des Lüneburger Herstellers umgesetzt werden. Deutlich wurde den Zuhörern, dass die energieeffiziente Warmwasser-Bereitstellung bedarfsgerecht nur dezentral stattfinden kann. Intelligent gesteuert würden die Durchlauferhitzer über das System Smart-Control via IPad. Möglich ist damit zudem eine transparente Verbrauchserfassung an der Entnahmestelle. Viel Aufmerksamkeit und glückliche Nutzer fand zudem das im Foyer des Veranstaltungsortes aufgebaute Trinkwassersystem der Fa. Clage. Es überzeugte trotz vorzüglicher Bewirtung durch  schnelle und komfortable Getränkezubereitung .

Die Projektpartner Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG), Gesundheitsholding Lüneburg und PublikumBraunschweiger Informatik und Technologie-Zentrum GmbH (BITZ) verfolgen mit dem Projekt „eHealth.Lüneburg“ das Ziel, vorhandene Dienstleistungsangebote regionaler Leistungspartner mit Einsatzmöglichkeiten in der Gesundheitswirtschaft und Angeboten weiterer Marktteilnehmer zu etablieren.  Durch den Einsatz und die Erprobung neuer Elemente der digitalen Gesundheitswirtschaft (eHealth) sollen Marktchancen genutzt sowie Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz in der häuslichen und stationären Pflege verbessert werden. Weiterhin werden im Rahmen eines Modellprojektes  in der Region Lüneburg  assistierende Gesundheits-Technologie in den Behandlungsablauf implementiert. Mit Hilfe der Systeme soll eine  durchgängige Versorgung psychisch erkrankter Patienten unterstützt und Patienten befähigt werden, ihren Lebensalltag im häuslichen Umfeld selbstbestimmt zu gestalten. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) unterstützt und ist Bestandteil der Landesinitiative eHealth.Niedersachsen des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums.

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