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Grenzgeschichte(n) in der Metropolregion Hamburg: Projekte in Bleckede und Amt Neuhaus gehen in den Endspurt

Wer an den ehemaligen Grenztürmen in Neu Bleckede, Popelau und Darchau vorbeikommt, kann Geschichte spüren: Das Freiheitsgefühl nach dem Mauerfall 1989 und die Trauer über Zwangsumsiedlungen und Grenzopfer liegen hier direkt beieinander. Das Projekt „Grenzgeschichte(n)“ der Metropolregion Hamburg macht die innerdeutsche Geschichte erlebbar – und im Landkreis Lüneburg sind gleich vier Erinnerungsorte dabei. Dazu gehören die drei Grenztürme an der Elbe und das ehemalige Grenzerhaus in Bitter. Im Ausschuss für Wirtschaft und Touristik gestern (Dienstag, 21. Juni 2022) berichteten Koordinatorin Silvia Kannegießer von der Metropolregion sowie die Bürgermeister Dennis Neumann und Andreas Gehrke über die Fortschritte.

Bis zum Jahresende ist geplant, die Sanierungsarbeiten abzuschließen und die vorbereiteten Ausstellungen aufzubauen. „Unser Ziel war es, die vorhandenen Angebote und Orte professionell aufzustellen – rund 60 Institutionen sind durch das Projekt verbunden“, erklärt Projektleiterin Silvia Kannegießer. „Jeder Ort setzt einen eigenen Akzent, den wir mit den Akteuren in der Region erarbeitet haben.“ So stehen im Neu Bleckeder Grenzturm die Teilung Deutschlands und Bleckedes Schicksal als geteilte Stadt im Blickpunkt. Die Türme in Popelau und Darchau – beide im streng geschützten Gebietsteil C des Biosphärenreservats – weisen hingegen auf die Natur am „Grünen Band“ hin und erzählen von der Zwangsaussiedlung aus dem Grenzgebiet an der Elbe. Der Turm in Darchau bietet zudem einen faszinierenden Ausblick auf den Fluss.

Für die denkmalgerechte Sanierung der Orte und ein modernes Ausstellungskonzept nehmen die Partner mit der Metropolregion Hamburg rund 720.000 Euro in die Hand, wobei der Löwenanteil von mehr als 430.000 Euro aus EU-Fördermitteln – genauer: aus dem EFRE-Topf „Landschaftswerte“ – fließt. „Wir wollen möglichst viele Menschen an der innerdeutschen Grenze abholen“, betont Landrat Jens Böther. „Das Projekt hat eine lange Geschichte, die mich schon als Bürgermeister begleitet hat. Nun wird es Wirklichkeit – ein großes Dankeschön an alle Beteiligten.“

Mehr Informationen zum Projekt „Grenzgeschichte(n)“ gibt es auf der Internetseite der Metropolregion Hamburg unter https://metropolregion.hamburg.de/grenzgeschichten/

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Lüneburg - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - vom 22. Juni 2022