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Mobile Teams übernehmen: Corona-Impfzentrum in Lüneburg schließt nach acht Monaten seine Türen

Er gehört zu den letzten Besuchern des Corona-Impfzentrums: Am vergangenen Freitag (24. September 2021) hat der 14-jährige Fabian Szpak seine Zweitimpfung in der Einrichtung an der Zeppelinstraße erhalten, kurz danach wurden die Türen endgültig geschlossen. „Für mich bedeutet die Impfung, dass mein Leben wieder unkomplizierter wird“, sagt der Schüler aus Uelzen. „Gesundheit und die Rückkehr zum Alltag waren für mich die Hauptgründe, warum ich mich impfen lassen habe.“

Gut 33 Wochen war das Corona-Impfzentrum geöffnet - vom 4. Februar bis zum 24. September 2021. Insgesamt wurden dort mehr als 144.000 Impfungen durchgeführt. Parallel dazu waren Mobile Teams in etlichen Einrichtungen und Institutionen wie Altenheimen, Feuerwehr und Schulen sowie an öffentlichen Plätzen unterwegs. Zuletzt sorgten insgesamt 54 Mitarbeitende für routinierte Abläufe – die jüngste war 18, die älteste 69. „Der Blick zurück ist schon sehr spannend“, sagt der Leiter des Corona-Impfzentrums, Mirko Dannenfeld. „Zu Beginn war der Andrang groß, der Impfstoff aber knapp. Nun ist es genau umgekehrt: Wir haben die Wirkstoffe, müssen aber viele Menschen noch vom Impfen überzeugen.“

Ungebrochen war hingegen die Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Die Atmosphäre sei besonders, vor allem aber sehr freundlich gewesen. Stark beeindruckt war das gesamte Team vor allem von einer älteren Dame, die wochenlang Brötchen oder Kuchen ins Corona-Impfzentrum brachte. „Sie hat ihre Lieferung immer am Eingang abgegeben, um dann schnell wieder zu verschwinden“, erinnert sich Mirko Dannenfeld. „Dadurch hatten wir leider nie die Möglichkeit, uns persönlich bei der Frau zu bedanken. Aber vielleicht können wir ihr ja auf diesem Wege übermitteln, wie sehr wir uns über die leckeren Grüße gefreut haben.“

Im Corona-Impfzentrum haben inzwischen die Abbauarbeiten begonnen, Ende des Monats ist Schlüsselübergabe an den Vermieter. Auch wenn die Einrichtung an der Zeppelinstraße als Anlaufstelle wegfällt, ist mit dem Impfen noch lange nicht Schluss. Zum einen können sich die Menschen an die niedergelassenen Ärzte wenden, zum anderen bieten die Hilfsorganisationen ASB und DRK unter Federführung des Landkreises mobile Impfaktionen an. „Wir starten am kommenden Freitag mit einer größeren internen Impfaktion für junge Menschen wie Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende“, erläutert der stellvertretende Leiter des Corona-Impfzentrums Joschka Schiller, der künftig für die Koordinierung der Mobilen Impfteams verantwortlich ist. „Außerdem werden wir zeitnah in Alten- und Pflegeheimen im Einsatz sein. Für diese Aktionen stecken wir derzeit in der Vorbereitung und sprechen nach und nach die Einrichtungen an.“ Insgesamt werden im Landkreis Lüneburg bis zu drei Mobile Teams mit jeweils neun Personen unterwegs sein.

Die zurückliegenden knapp acht Monate waren für das Team des Corona-Impfzentrums mit vielen durchgearbeiteten Wochenenden anstrengend, aber auch bereichernd: „Mich hat nachhaltig beeindruckt, dass wir diese schwierige Aufgabe mit Hilfe vieler ehrenamtlicher und hauptamtlicher Kräfte sehr gut gemeistert haben und dass alle Beteiligten bis zum Ende motiviert waren. Eine Impfaktion dieser Größenordnung gab es vorher nie “, sagt Mirko Dannenfeld. „Außerdem habe ich unglaublich tolle Menschen kennenlernen und mit ihnen zusammenarbeiten dürfen.“

Auch Landrat Jens Böther hebt das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeitenden hervor: „Der Betrieb des Corona-Impfzentrums war aufgrund der häufig geänderten Vorgaben des Landes Niedersachsen nicht immer ganz einfach“, sagt der Verwaltungschef. „Dennoch hat das Team aus Angestellten, Ehrenamtlichen und Hilfsorganisationen das Corona-Impfzentrum zu einer zuverlässigen und kompetenten Instanz aufgebaut. Dafür möchte ich allen Beteiligten ausdrücklich danken.“

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Lüneburg - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - vom 27. September 2021