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Unternehmen informieren sich zu Möglichkeiten der IT-Integration

PLM-Systeme für das Daten- und Prozessmanagement ermöglichen langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Die Region Lüneburg hat sich als Standort für das verarbeitende Gewerbe etabliert: mittelständische und inhabergeführte Unternehmen sind in Nischenmärkten international aktiv und erfolgreich. Sie entwickeln marktgerechte Maschinen und Anlagen, und können dabei auf gut ausgebildete Arbeitskräfte der Region zurückgreifen. Doch der Wettbewerb nimmt weiter zu. Um die Marktposition zu sichern müssen Produkte und Prozesse regelmäßig auf den Prüfstand. Dabei stellen sich Fragen wie: Werden bei der Entwicklung von neuen Produkten die im Betrieb vorhandenen Informationen bestmöglich genutzt? Funktioniert der Austausch zwischen Vertrieb, Entwicklung, Produktion und technischem Support reibungslos? Lassen sich Informationen aus dem After Sales Geschäft für die Entwicklung neuer Produkte nutzen?

Um sich zukunftssicher aufzustellen können Unternehmen auf das Management-Konzept „Product-Lifecycle-Management“ (PLM) setzen. Damit richten sie Ihre Prozesse und das Informationsmanagement konsequent auf das Produkt aus. Hierüber informierten sich anlässlich des „1. PLM-Anwendertag“ rund 70 Unternehmensvertreter am 14.01.2014 in Lüneburg. Dabei ging es insbesondere um die Möglichkeiten einer verstärkten IT-Integration sowie Erfahrungen von PLM-Anwendern. Die Vorträge der Referenten von CCMI GmbH (Lüneburg), Capable Technologies GmbH (Jork) und Airbus Deutschland GmbH (Hamburg) zeigten, welche Bedeutung das Thema für die Kommunikation im Unternehmen und darüber hinaus bereits hat.

Heinrich Schleich von der Lüneburger Competence Centrum mittelständische Industrie GmbH (CCMI) legte in seinem Vortrag „Optimierung von industriellen Produktions- und Entwicklungsumgebungen“ einen Schwerpunkt auf das PLM-Managementkonzept. Es wurde deutlich, dass die frühzeitige Einbindung aller relevanten Funktionsbereiche wichtig für den Erfolg entsprechender Vorhaben ist. Auch die Einbindung von Teilen der Entwicklungs- und Wertschöpfungskette wie Zulieferer und Abnehmer kann sich als wichtig erweisen. Michael Niewandt (Capable Technologies GmbH) zeigte, wie ein Kunde aus der Automotive-Branche bei der PLM-Integration vorgegangen ist. Gute Beratung sowie effizientes und zielgerichtetes Projektmanagement sind von großer Bedeutung für den Erfolg. Sebastian Schlüer (Airbus Deutschland GmbH) zeigte im dritten Vortrag, wie bei Airbus Kabelbäume entwickelt und für die Implementiert im Flugzeug vorbereitet werden. Hierbei macht sich der Großkonzern mittlerweile die 3D-CAD Technik zunutze. Von besonderer Bedeutung ist in der Luftfahrtindustrie die Dokumentation und Rückverfolgbarkeit einzelner Bauteile. Bei der sicheren und zugänglichen Ablage der Dokumentation sowie für Anbindung aller weiteren relevanten Unternehmensteile macht sich ein gut integriertes Datenmanagement im PLM-System bezahlt.

Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die teilnehmenden Unternehmen Vorteile in der Integration verschiedener IT-Systeme sehen. Hiermit sollen z.B. Schnittstellenprobleme vermieden und Strukturen stärker an den dahinter liegenden Prozessen ausgerichtet werden.  Die Rückfragen und das große Interesse seitens regionaler und überregionaler Unternehmen zeigen, dass die durch die ikn2020 und die WLG gebotene Orientierungshilfe nachgefragt wird.

Die WLG unterstützt Unternehmen in Stadt und Landkreis Lüneburg bei der Finanzierung von Produkt- und Prozessinnovationen sowie bei  Kooperationsvorhaben. Die Veranstaltung „1. PLM-Anwendertag in Lüneburg“ fand statt im Rahmen der ikn2020-Reihe „IT-Systeme in der Produktion“ und wurde in Kooperation mit der Landesinitiative Niedersachsen Aviation durchgeführt. Weitere Informationen zur niedersachsenweiten Reihe finden Sie hier: www.ikn2020.de/Produktion.

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