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Biosphärenreservat

Biosphärenreservat Elbtalaue

Das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue ist ein Biosphärenreservat im deutschen Bundesland Niedersachsen, das die Auenlandschaft der Elbe in ihrem unteren Mittellauf umfasst.Bleckede im Biosphärenreservat von oben

Im Jahr 1997 wurde zunächst das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe anerkannt. Erstmalig in Deutschland wurde dabei ein Schutzstatus auf der Grundlage von § 25 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) umgesetzt. Eine anschließende Ausweisung des niedersächsischen Gebietsteiles als Nationalpark musste 1999 aus formaljuristischen Gründen wieder aufgehoben werden. Stattdessen wurde ein Biosphärenreservat nach Länderrecht eingerichtet. Am 23. November 2002 trat das "Gesetz über das Biosphärenreservat 'Niedersächsische Elbtalaue'" in Kraft, nachdem es einstimmig vom Niedersächsischen Landtag verabschiedet worden war.

Die Verwaltung des Biosphärenreservats "Niedersächsische Elbtalaue" wird durch die Biosphärenreservatsverwaltung "Niedersächsische Elbtalaue" wahrgenommen, die zunächst eine Außenstelle der inzwischen aufgelösten Bezirksregierung Lüneburg war und in Hitzacker ansässig ist. Heute ist die Verwaltung unmittelbar dem Niedersächsischen Umweltministerium unterstellt. Dabei betreut die Biosphärenreservatsverwaltung in enger Abstimmung mit den Gemeinden, anderen Fachverwaltungen und Interessenverbänden sowie der Bevölkerung in der Region die Sicherung, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft. Im vergleichsweise streng geschützten Gebietsteil C nimmt sie zusätzlich auch die Funktion einer Unteren Naturschutzbehörde wahr. Der Biosphärenreservatsbeirat mit Vertretern aus allen Kommunen und aktiven Interessengruppen unterstützt die Verwaltung. Das Biosphaerium Elbtalaue im Schloss Bleckede, das Informationszentrum für die Elbtalaue, erfüllt die gebietsbezogene Informations- und Bildungsarbeit.

Modellregionen voller Leben – so lassen sich die Biosphärenreservate mit wenigen Worten umreißen. Aus globaler Sicht bedeutsame Kulturlandschaften werden von der UNESCO als Biosphärenreservate anerkannt, damit in ihnen eine nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht erprobt werden kann. Dieses internationale Netzwerk umfasst fast 600 Gebiete in über 100 Staaten. Das größte Biosphärenreservat in Deutschland, die „Flusslandschaft Elbe“ erstreckt sich über die fünf Bundeslänger Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Weite Teile des Biosphärenreservates gehören zugleich dem europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2000 an.
Das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue als Teil des länderübergreifenden Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe dient somit nicht nur dem Schutz der Biodiversität, also der Vielfalt der Arten und Ökosysteme, sondern auch der Pflege und Entwicklung der Landschaft in Zusammenarbeit mit den darin wirtschaftenden Menschen. Hinzu kommen in den letzten Jahren Fragen zur Anpassung an den Klimawandel. Des Weiteren finden im Biosphärenreservat Forschung, Umweltbeobachtung und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung statt.
Das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue erstreckt sich entlang von fast 100 Flusskilometern in den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg auf einer Fläche von knapp 57.000 ha. Diese Auenlandschaft der Unteren Mittelelbe umfasst sehr trockene Lebensräume wie die Binnendünen ebenso wie feuchte bis nasse Grünlandflächen, Auwaldreste und eine Vielzahl verschiedener Gewässertypen. Die höchsten Bereiche mit 109 m über NN liegen auf der Geest. Die Biosphärenreservatsverwaltung befindet sich in Hitzacker (Landkreis Lüchow-Dannenberg), das Informationszentrum – das Biosphaerium Elbtalaue – in Bleckede. Hier erhalten Sie auch Informations- und Kartenmaterial zum Biosphärenreservat.

Web: www.biosphaerium.de
Web: www.elbtalaue.niedersachsen.de
Web: www.flusslandschaft-elbe.de

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